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Unsere Kakao-Reise nach Belize...

Unsere Kakao-Reise nach Belize...

Im Februar war es endlich wieder so weit: unsere Kakaoreise zu den Bauern in Belize stand an. Gleich nach unserer Ankunft in Punta Gerda in Belize trafen wir uns mit Estevan, dem Manager der TCGA (Toledo Cacao Growers Association) und legten einem straffen Plan für die kommenden Tage fest.

Als erstes stand der Besuch von Luciano Sho auf dem Program. Von Luciano bekommen wir die meisten Bohnen geliefert - einen Großteil seiner Ernte. Wir lieben es mit Luciano durch seinen Regenwald zu gehen. Über die Jahre ist nun schon eine gute Freundschaft entstanden.

Auf dem Weg zu den Kakaobäumen essen wir Jippi Jappa (eine Palme) und trinken aus den klaren kleinen Flüssen. Wir lernen aus welchen Pflanzen Körbe geflochten werden können und welche man für die traditionell gedeckten Dächer der Häuser verwenden kann. In den Kakaogärten angekommen, sehen wir die Kakaofrüchte (Pods) überall an den fleckigen Stämmen wachsen.

Luciano ist extra am frühen Morgen schon einmal die gleiche Tour in den Wald gegangen und hat uns einen schönen bunten Haufen herrlichster Früchte geerntet. Das perfekte Fotomotiv um später unseren Gästen zu Hause in der Manufaktur diese wunderbare Welt zeigen zu können.

Die Bäume hängen voll mit den schönsten Früchten und die Ernte ist in vollem Gange. Wir sprechen viel mit Luciano über Fermentierungs-Techniken und die Trocknung der Kakaobohnen. Dieses Jahr ist das Trocknen gar nicht so einfach - es regnet einfach zu viel für die Jahreszeit. Wir verbringen viele Stunden gemeinsam im Wald und im Anschluss werden wir natürlich zum Ka´Kau’, dem allgegenwärtigem Kakaogetränk der Maya eingeladen.

Lucianos Frau, Mutter von 13 Kindern, röstet eigenhändig die Kakaobohnen und zermahlt sie danach auf der Metate, dem Mahlstein der Maya. Zum Schluss kommt Pfeffer, Nelke, Zimt, und etwas Zucker dazu. Der Ka´Kau’ wird mit heißem Wasser aufgebrüht. Wir genießen diesen kraftspendenden Trunk der in jeder Maya Familie zum täglichen Leben einfach dazugehört. Ein traumhafter Kakao-Tag geht, mit vielen Gesprächen und Geschichten, zu Ende und wir verabschieden uns mit dem Versprechen: See you next year!

Am nächsten Morgen führt uns unsere Kakaoexpedition zu Everisto Cuwo und seiner Familie. Seine Kakaobohnen sind etwas ganz Besonderes. Er kultiviert eine alte Kakaosorte von auffallend kleiner Größe, jedoch mit einem ganz besonderen Aroma. Schon als wir vor 3 Jahren den allerersten Sack Bohnen von Everisto verarbeitet hatten, sind uns diese besonderen Bohnen aufgefallen und wir wollten mehr über den Ursprung wissen. Um 7 Uhr morgens starten wir von seinem Haus aus auf dem 90 Minuten Urwaldtrail zu seinem Kakao. Wir laufen durch einen tropisch grünen Regenwald und sind absolut begeistert von dieser üppigen Vegetation. Riesige Pflanzen überall, dazwischen schwirren handtellergroße Schmetterlinge umher und die Papageien zwitschern gut gelaunt. Wir erfahren viel von Everisto über seine Familie und was es für ihn bedeutet Maya und Kakaofarmer zu sein.

So ganz nebenbei zeigt und erklärt er uns die verschiedenen Pflanzen, die man hier nutzen kann: wilden Koriander, Maniok, Ingwer, Kardamom und vieles mehr. So vergeht die Zeit während der Wanderung wie im Fluge und wir erreichen seine Kakaobäume. Auch hier hängen die Bäume voller Früchte in den unterschiedlichsten Farben. Deutlich sieht man den Unterschied zu vielen anderen Bauern die einfach nur noch auf Hybrid und Turbo-Pflanzen setzen. Evaristo ist sichtlich stolz und wir hoffen, dass er noch lange diesen schönen Kakao anbauen und pflegen wird. Zurück bei ihm zu Hause gibt es ein rein vegetarisches Essen aus Pflanzen direkt aus dem Regenwald.

Die nächsten Tage in Belize sind voll ausgefüllt mit Besuchen der verschiedenen Trocknungs- und Fermentierungsanlagen, Gesprächen mit den Vertretern der Kooperative und natürlich mit weiteren Besuchen bei den Kakao- Farmern. Und es ging spannend weiter auf unserer Kakaoreise - doch davon möchten wir euch in unseren nächsten Beitrag berichten.

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