Belize

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Als wir vor 3 Jahren von unserer Fahrradreise um die Welt zurück kamen, hatten wir und die Not-for-Profit-Organisation Toledo Cacao Growers Association (TCGA) einen Traum: gemeinsam mit den Maya-Farmern in Belize langfristig und nachhaltig eine Zukunft aufbauen.
Der Kakao in Belize besitzt eine lange Tradition. Bereits seit 2000 v. Chr. wird die Region von Maya besiedelt. Für die Maya ist der Kakao Sinnbild des Lebens. In ihren zahlreichen Legenden tauchen Kakaofrucht und -baum immer wieder als Symbol für den Kreislauf des Lebens auf. Kakao begleitet Geburt, Tod und Wiedergeburt.
Die TCGA leistet seit vielen Jahren Pionierarbeit. Sie unterstützt die Maya-Biobauern im südlichen Belize bei der gesamten Kakaoproduktion - von der Bereitstellung der Samen, Pflanzung, Verschneidung der Bäume bis zur Ernte und Fermentation. Als unser Partner gewährleistet sie vor Ort, dass die Erträge aus dem Kakaoanbau direkt den Kakaobauern zugutekommen.
Viel Energie ist inzwischen in dieses Projekt geflossen. Gemeinsam mit unseren Partnern in Belize haben wir an Lösungen gearbeitet, die eine langfristige und nachhaltige Zukunft des Kakaoanbaus ermöglichen.
Dann erreichte uns der erste Container in Burgstädt. Da schlapperten uns ganz schön die Knie. Wir dachten: Jetzt wird es tatsächlich Wirklichkeit. Und die Götter der Maya waren an unserer Seite: Der Belize-Kakao fand stetig neue Freunde und der Absatz stieg. Freudig übermittelten wir die positiven Reaktionen nach Belize.
Wir erfuhren, wie unser Handeln hier in Europa sofortige und direkte Auswirkungen auf die Verhältnisse der Bauern vor Ort hatte. So konnten die ca. 900 Mitglieder der TCGA ihre Kakao-Produktion in 2014 verdoppeln. Das bedeutet ganz konkret mehr Geld für die Farmer, für Schulbildung und für medizinische Versorgung.
Die Kooperative profitierte ebenfalls davon: wichtige Arbeitsplätze konnten geschaffen werden. Notwendige technische Ausrüstung wurde angeschafft, zum Beispiel neue Fermentationsboxen und ein Feuchtigkeitsmessgerät.
Ein zusätzliches Team wurde gebildet, das in die entlegensten Winkel des Landes fährt, um den Kakao von den Bauern zur gemeinsamen Fermentation zu transportieren. Dabei werden die noch nassen und unfermentierten Bohnen einer ersten Qualitätskontrolle unterzogen und danach genau abgewogen.
In der Erntezeit fahren diese Teams aller 14 Tage zu den Farmern, um den Kakao einzusammeln und zur gemeinsamen Fermentation zu transportieren. Die Bezahlung erfolgt dabei sofort an Ort und Stelle.
Die gemeinschaftliche Fermentation und Trocknung haben einen großen Einfluss auf die Qualität des Kakaos. Die TCGA arbeitet hier mit größter Sorgfalt.
Enrike kümmert sich mit seinem Team nun ausschließlich um die Kontrolle der Qualität der nassen Bohnen, die Fermentation sowie die Trocknung.
Die Liebe und Begeisterung der Maya für ihren Kakao ist einfach ansteckend! Direkt vor Ort haben wir die Möglichkeit, den Alltag der Kakao- Bauern hautnah und real zu erfahren. Und wir waren begeistert von der Hingabe, mit der die Maya den Kakao leben.
Am Ende entsteht so ein Kakao, der einzigartig ist. Die Mitglieder der Kooperative sind stolz auf das Erreichte und blicken zuversichtlich in die Zukunft.
Nun können wir es kaum erwarten, den heißgeliebten Belize-Kakao der neuen Ernte zu einer leckeren Schokolade zu verarbeiten, und zwar bean to bar: biologisch angebaut, fair und mit direkter Unterstützung der Bauern vor Ort.

Ja - wir Träumen gern! Und dennoch sind wir keine Träumer. Choco Del Sol ist eine kleine Schokoladenmanufaktur mit nur begrenzten Ressourcen. Wir wissen, dass nachhaltige Veränderungen nur gemeinsam mit starken Partnern möglich sind.

Wir sind auf der Suche nach solchen Partnern und freuen uns auf die Gelegenheit, euch unser Projekt persönlich vorstellen zu können.